Anforderungen an den Messraum
Nach DIN EN ISO 8253-1:2011 und 5253-2:2010 darf der Störschall festgelegte Werte nicht überschreiten. Die Tabellen geben den nach der Norm maximal zulässigen Störschall an, um eine Hörschwelle von 0 dB messen zu können.
Messung Kopfhörer
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Terzband Mitten- frequenz |
Störschallpegel [Grenzwert in dB bezogen auf 20 µPA] |
Terzband Mitten- frequenz |
Störschallpegel [Grenzwert in dB bezogen auf 20 µPA] |
Terzband Mitten- frequenz |
Störschallpegel [Grenzwert in dB bezogen auf 20 µPA] |
|
31,5 |
56 |
250 |
19 |
1600 |
27 |
|
40 |
52 |
315 |
18 |
2000 |
30 |
|
50 |
47 |
400 |
18 |
2500 |
32 |
|
63 |
42 |
500 |
18 |
3150 |
34 |
|
80 |
38 |
630 |
18 |
4000 |
36 |
|
100 |
33 |
800 |
20 |
5000 |
35 |
|
125 |
28 |
1000 |
23 |
6300 |
34 |
|
160 |
23 |
1250 |
25 |
8000 |
33 |
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200 |
20 |
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Messung Knochenhörer
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Terzband Mitten- frequenz |
Störschallpegel [Grenzwert in dB bezogen auf 20 µPA] |
Terzband Mitten- frequenz |
Störschallpegel [Grenzwert in dB bezogen auf 20 µPA] |
Terzband Mitten- frequenz |
Störschallpegel [Grenzwert in dB bezogen auf 20 µPA] |
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31,5 |
55 |
250 |
13 |
1600 |
8 |
|
40 |
47 |
315 |
11 |
2000 |
8 |
|
50 |
41 |
400 |
9 |
2500 |
6 |
|
63 |
35 |
500 |
8 |
3150 |
4 |
|
80 |
30 |
630 |
8 |
4000 |
2 |
|
100 |
25 |
800 |
7 |
5000 |
4 |
|
125 |
20 |
1000 |
7 |
6300 |
9 |
|
160 |
17 |
1250 |
7 |
8000 |
15 |
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200 |
15 |
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Messung Freifeld
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Terzband Mitten- frequenz |
Störschallpegel [Grenzwert in dB bezogen auf 20 µPA] |
Terzband Mitten- frequenz |
Störschallpegel [Grenzwert in dB bezogen auf 20 µPA] |
Terzband Mitten- frequenz |
Störschallpegel [Grenzwert in dB bezogen auf 20 µPA] |
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31,5 |
52 |
250 |
10 |
2000 |
5 |
|
40 |
44 |
315 |
8 |
2500 |
3 |
|
50 |
38 |
400 |
6 |
3150 |
1 |
|
63 |
32 |
500 |
5 |
4000 |
-1 |
|
80 |
27 |
630 |
5 |
5000 |
1 |
|
100 |
22 |
800 |
4 |
6300 |
6 |
|
125 |
17 |
1000 |
4 |
8000 |
12 |
|
160 |
14 |
1250 |
4 |
10000 |
14 |
|
200 |
12 |
1600 |
5 |
12500 |
15 |
Überprüfung mit Schallpegelmessgerät:
Wenn Sie über Lautsprecher audiometrieren (z. B. Aufblähkurven), müssen Sie im Wesentlichen die Werte der Tabelle 3 anwenden. Diese Tabelle stellt die strengsten Anforderungen und fordert einen Prüfraum mit annähernd 0 dB. Umgerechnet sind dies ca. 10 dB (A). Allerdings sollten Sie wissen, dass Sie auch bei Erfüllung der Anforderungen nur bis zu 0 dB herunter messen können (nicht bis –10 dB).
Überprüfung ohne Schallpegelmessgerät:
Erstellen Sie bei 2 normalhörenden Personen, deren exakte Audiogramme Ihnen bekannt sind, Tonaudiogramme über Kopfhörer, Knochenleitungshörer und Lautsprecher. Sie können so sehr gut beurteilen, ob die Prüfergebnisse der Testpersonen von der Norm abweichen bzw. ob durch Störlärm eine Beeinträchtigung der Hörschwelle eingetreten ist. (siehe DIN ISO 8253-1:1989 Abschnitt 11.2 "Psychoakustische Kontrolle des Störschalls").
Der Kunde soll in einem konstanten Abstand zum Lautsprecher sitzen. Dieser Abstand soll mindestens 1 m betragen und immer konstant sein. Messen Sie diesen Abstand aus und bringen am Boden eine gut sichtbare Markierung an, damit der Proband immer den gleichen Abstand zum Lautsprecher hat. So gewinnen Sie auch nach Jahren reproduzierbare Werte, weil die Prüfbedingungen (wie es die Norm vorschreibt) immer konstant sind.
Anforderungen an den Steuerrechner
Da ACAM® zum Steuern einen Computer benötigt, bringen Sie unter Umständen eine Lärmquelle in Ihren Anpassraum hinein. Beachten Sie dabei bitte, dass handelsübliche Computer meist einen zu hohen Störlärm produzieren. Um die in Tabelle 1 bzw. Tabelle 2 angegebenen Grenzwerte einzuhalten, ist es am besten, wenn der Computer im Nebenraum aufgestellt wird. Alternativ ist es auch möglich, einen schallgedämmten Computer zu verwenden und diesen in das Mobiliar einzubauen. Sollten die Grenzwerte der Tabelle 1 und Tabelle 2 trotz erwähnter Maßnahmen überschritten werden, können Sie keine normalhörenden Personen audiometrieren. Das Verdeckungsgeräusch Ihres Computers verhindert dann, dass geringe Pegel wahrgenommen werden können.
Die zur Audiometrie verwendete Tastatur des Computers muss leise zu bedienen sein (kein hörbares Klickgeräusch).
Auch die ggf. zur Audiometrie verwendete Maus sollte so gewählt werden, dass sie möglichst lautlos zu bedienen ist.
Ältere Röhrenmonitore produzieren oft störende Geräusche. Wir empfehlen deshalb die Verwendung von geräuscharmen TFT-Monitoren.
Das HiPro-Interface stört den Betrieb der ACAM® unter Umstanden ebenfalls (Brummeinstrahlung). Platzieren Sie deshalb das HiPro möglichst weit entfernt von den ACAM®-Messmikrofonen.
Allgemeine Anforderungen
Die Messgenauigkeit des ACAM®-Systems ist unter den folgenden Umgebungsbedingungen gewährleistet:
Umgebungstemperatur: + 15°C bis + 35°C
Relative Luftfeuchtigkeit: 30% – 93%
Anwärmzeit1: 2 Minuten
Magnetfelder: max. 60 A/m
Hochfrequenzfelder: max. 10 V/m 100 kHz – 500 MHz
max. 1 V/m 500 MHz – 1 GHz
1Anwärmzeit = Zeit, nach der das ACAM®-System auf die erforderliche Betriebstemperatur erwärmt ist und
damit die angegebene Messgenauigkeit gewährleistet ist.
1 Anwärmzeit = Zeit, nach der das ACAM®-System auf die erforderliche Betriebstemperatur erwärmt ist und
damit die angegebene Messgenauigkeit gewährleistet ist.